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Das Gutenberg-Museum, wurde im Jahre 1900 anlässlich des 500. Geburtstages Johannes Gutenbergs gegründet und gilt als weltweit renommiertes Spezialmuseum der Schrift und Druckkunst. Zu den Schätzen des Museums zählt eine Rekonstruktion der alten Druckerstube mit benutzbarer Presse. Wie vor 550 Jahren gedruckt wurde, wird in der historisch nachgebildeten Druckwerkstatt Gutenbergs "live" demonstriert. Auf 2700 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden Druckpressen und Setzmaschinen, mittelalterliche Handschriften, historische Drucke und Graphiken, früherer Epochen präsentiert. Die kostbarsten Exponate befinden sich Im Tresorraum - Gutenbergs weltberühmte 42-zeiligen Bibeln – sie sind als Krönung von Gutenbergs Druckkunst anzusehen. Das zweibändige Werk mit insgesamt 1282 Seiten entstand um 1454 in der Blüte seines Schaffens mit Hilfe von etwa 20 Mitarbeitern. Gutenberg hat für diese Bibel 290 verschiedene Figuren gegossen. Von den ehemals 180 Exemplaren existieren heute nur noch 49, wovon zwei im Besitz des Gutenberg-Museums sind. Nur wenige Schritte vom Gutenberg-Museum entfernt, steht der mächtige über tausendjährige Mainzer Dom Sankt Martin. Er prägt bis heute das Gesicht der Stadt und ihrer wechselvollen Geschichte. Willigis, Erzbischof und zugleich Erzkanzler des Deutschen Reiches, legte 975 den Grundstein für den Dom, der nach dem Vorbild von St. Peter in Rom, im Stil der Romanik, geschaffen wurde. Auch bei späteren Veränderungen behielt man den Stil bei, sogar über die eigentliche Kunstepoche hinaus. Deshalb ist Entwicklung der romanischen Architektur am Mainzer Dom deutlich ablesbar. Spätere Veränderungen verbinden sich mit der romanischen Baustil zu einer grandiosen Einheit. Insgesamt sieben Brände überstand das Gotteshaus. Fast tausend Jahre gehörten Mainzer Erzbischöfe zu den mächtigsten Männern Europas und der Dom war ihr Zentrum der Macht und  Schauplatz von Krönungen und Reichstagen. Entgegen der üblichen Kirchengestaltung befindet sich der Hauptaltar des Doms nicht im Osten, sondern im Westen. Diese Ausrichtung kopiert die besondere Aufstellung des römischen Papstaltars in St. Peter. Der Anspruch des Heiligen Stuhls von Mainz als ein ”Zweites Rom”  wurde dadurch ebenso unmissverständlich demonstriert, wie durch die gewaltigen Ausmaße der Kathedrale. Der Mainzer Dom bewahrt noch immer eine reiche und kostbare Kirchenausstattung trotz herber Verluste durch Verwüstungen, Brände und Plünderungen im Laufe seiner Geschichte. Der goldene Schrein in der OstKrypta, enthält Reliquien von 22 im Bistum Mainz besonders verehrten Heiligen. Bedeutendster Schatz der Domausstattung ist die einzigartige Reihe historischer Grabdenkmäler. Die Skulpturen an den Wänden und Pfeilern geben einen geschlossenen Überblick über die Geschichte der mittelrheinischen Bildhauerkunst vom Frühmittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Zugleich bilden sie eine Skulpturengalerie der Mainzer Erzbischöfe. Die älteren Denkmäler sind Abdeckplatten von sogenannten Tumbengräbern, die jüngeren dagegen wurden als aufrecht stehende Monumente entworfen. Die Wege in Mainz sind nicht weit. Direkt vor der Tür des Domes ist der Marktplatz  auf dem, wie zu alten Zeiten Wochenmarkt abgehalten wird. Hier steht der 1526 gestiftete, beeindruckende Marktbrunnen, der nicht nur als der älteste, sondern auch als der schönste Renaissancebrunnen Deutschlands gilt. Das römische Mainz, Mogontiacum, blickt auf eine über 2000-jährige Vergangenheit zurück. Vielfältig und bunt war das Leben, davon künden noch heute die zahlreichen archäologischen Hinterlassenschaften. Eine Hauptattraktion der römischen Kapitale am Rhein ist der Tempel der Isis und Mater Magna -  es ist das einzige ausgegrabene, Göttin Isis geweihte Bauwerk dieser Art in Deutschland. In der Taberna archaeologica ist die Einzigartigkeit dieses Fundes in einer beeindruckenden Präsentation zu erleben. Durch die Funde lassen sich die Anfänge des Heiligtums gut  datieren - belegt durch Inschriftenfunde - bereits in das 1. Jh. n.Chr. und können aufgrund von gefundenen Weiheinschriften höchstwahrscheinlich mit dem flavischen Kaiserhaus und speziell Vespasian in Verbindung gebracht werden. Zu dieser Zeit waren diese Kulte nach bis dahin gängiger Ansicht noch gar nicht in den Nordprovinzen vertreten. Der Isis-Kult war bislang noch nicht in Mainz bezeugt, der Kult der Mater Magna bis dahin erst ab dem Ende des 2. Jh. n. Chr. Der Kultbetrieb scheint bis in das 4. Jh. n.Chr. angedauert zu haben bis dann die Tempelanlage verödete und allmählich verfiel. Weiheinschriften aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, Verwünschungstafeln aus Blei und "Vodoopuppen“ – Brandaltäre, Opferfiguren aus Ton und Bronze und verschiedenste Opfergaben geben Einblick in die damalige römische Religionsausübung. Wer sich für antike Schiffe interessiert, ist hier genau richtig! Fünf in Mainz gefundene römische Militärschiffe aus dem späten 3.bis 4. Jahrhundert nach Christus bilden das Herzstück des Museums für Antike Schifffahrt. Zwei von ihnen sind im Maßstab 1:1 mit allen Details nachgebaut worden und neben den originalen Wracks zu besichtigen. Die neu konzipierte Galerie widmet sich der Geschichte des Schiffbaus. Angefangen bei den Einbäumen der Steinzeit, kann man hier die Entwicklungsschritte im antiken Schiffsbau nachvollziehen. 200 000 Besucher, aus der ganzen Welt, pilgern jährlich hinauf auf den Stephansberg, zu den blau leuchtenden Glasfenstern des Künstlers Marc Chagall. St.Stephan ist die einzige deutsche Kirche, für die der jüdische Künstler Fenster schuf. Marc Chagall  wollte sein Werk als Beitrag zur jüdisch- deutschen Aussöhnung verstanden wissen. Insgesamt neun Fenster, die in ihren verschiedenen leuchtenden Blautönen biblische Gestalten und Ereignisse darstellen, stammen von Chagall. Das letzte vollendete er kurz vor seinem Tod im 98. Lebensjahr.
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Fotos:© Silvia Hajmássy
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